Cabrales liegt in der autonomen Region Asturien im Norden Spaniens und ist Teil der Picos de Europa, einer markanten Berglandschaft. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von rund 240 Quadratkilometern und wird von zahlreichen Gebirgsflüssen wie dem Río Cares durchzogen. Im Gemeindegebiet finden sich mehrere kleine Bergseen, darunter der Lago Enol, und der höchste Punkt ist der Pico Torrecerredo mit über 2.600 Metern. Die Parroquias, also die Ortsteile, verteilen sich über das bergige Terrain, wobei einige abgelegene Dörfer wie Bulnes oder Sotres nur schwer zugänglich sind.
Die Besiedlung der Region reicht bis in die Altsteinzeit zurück, was Funde in Höhlen wie Covaciella oder Las Canes belegen. Später durchzogen maurische Truppen auf ihrem Weg zur Schlacht von Covadonga das Gebiet. Im 14. Jahrhundert wurde Cabrales erstmals urkundlich erwähnt, und bis ins 19. Jahrhundert wurde die Gemeinde von regionalen Familien regiert. Während des spanischen Freiheitskriegs diente das Concejo als Durchmarschgebiet für französische Truppen unter General Bonet. Wirtschaftlich prägte über Jahrhunderte die Viehzucht das Leben, während heute auch der Naturtourismus an Bedeutung gewinnt.
Charakteristisch für Cabrales ist der gleichnamige Käse, der in Höhlen des Hochgebirges reift und für seinen intensiven Geschmack bekannt ist. Die Region beherbergt zudem historische Bauwerke wie die Kirche Santa María de Llas oder den Palacio de Cernuda, die von maurischen, kastilischen und romanischen Einflüssen zeugen. Der Nationalpark Picos de Europa lockt Wanderer in eine atemberaubende Bergwelt, während traditionelle Almen und Käsereien Einblicke in das ländliche Leben bieten.