Čadca liegt eingebettet im Jablunkauer Bergland, wo die Kysuca und ihr Zufluss Čierňanka durch das Tal fließen. Südöstlich des Jablunkapasses gelegen, grenzt die Stadt im Nordosten an das Dreiländereck mit Tschechien und Polen. Etwa dreißig Kilometer nördlich von Žilina entfernt, ist sie das Zentrum der Region Kysuce und Heimat einer Minderheit der Goralen.
Erstmals 1598 schriftlich erwähnt, erhielt Čadca 1788 Stadtrecht. Jahrhundertelang gehörte die Stadt zum Komitat Trentschin im damaligen Oberungarn, bis sie nach dem Vertrag von Trianon zur Tschechoslowakei kam. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie zeitweise von Polen annektiert und 1945 von der Roten Armee eingenommen.
Die Stadt ist vor allem als wichtiger Bahnknoten bekannt, von dem Strecken nach Polen und Tschechien abzweigen. Neben der internationalen Verbindung Žilina–Bohumín führt auch eine Autobahn mit einem langen Tunnel durch das Gebiet. Persönlichkeiten wie der Rennrodler Jozef Ninis oder der Eishockeyspieler Marek Hrivík stammen aus Čadca, das mit Toruń in Polen partnerschaftlich verbunden ist.