Calaceite liegt im westlichen Vorland der Ports de Tortosa-Beseit in der Comarca Matarraña, zwischen dem Río Matarraña und dem Río Algars. Die Gemeinde befindet sich im überwiegend katalanischsprachigen Gebiet der Franja de Aragón und grenzt an Katalonien. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und trockenen Feldern, die sich bis zum Flussufer erstrecken.
Der Name Calaceite geht auf die arabische Bezeichnung *qala'a Zayd* zurück, was „Festung des Said“ bedeutet. Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, darunter Höhlenzeichnungen und bronzezeitliche Siedlungen. Im Mittelalter wurde der Ort während der Reconquista erobert und wechselte mehrfach die Herrschaft, darunter an den Orden von Calatrava und den Bischof von Tortosa. Im Spanischen Bürgerkrieg erlitt Calaceite schwere Zerstörungen und verlor durch den Niedergang des Olivenanbaus viele Einwohner.
Heute ist die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig, vor allem der Anbau von Oliven, Mandeln und Wein. Die Mariä-Himmelfahrts-Kirche im Renaissance-Stil steht unter Denkmalschutz. Berühmte Persönlichkeiten aus Calaceite sind der Maler Felipe Abás Aranda und der karlistische Politiker José Galindo Vidiella. Die Region ist auch für ihre archäologischen Funde bekannt, darunter eine iberische Siedlung und eine Nekropole mit wertvollen Artefakten.