Calden liegt im nordhessischen Landkreis Kassel, etwa zwölf Kilometer nordwestlich der Stadt Kassel. Der Kernort erstreckt sich auf der Langen- und Staufenbergplatte, durchflossen von der Calde, die über den Suderbach in die Esse mündet. Die Landschaft ist geprägt vom Habichtswälder Bergland mit dem nahen Hohen Dörnberg, während die Warme im Norden die tiefsten Punkte des Gemeindegebiets durchzieht. Nachbarorte sind unter anderem Liebenau im Norden und Grebenstein im Osten.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich aus der Jungsteinzeit, darunter das Caldener Erdwerk und Grabstätten. Schriftlich erwähnt wurde Calden erstmals um 1120 als Chaldun, während der Ortsteil Ehrsten bereits 817 genannt wird. Prägend wurde später das Schloss Wilhelmsthal, dessen Domäne 1928 eingemeindet wurde. Durch die hessische Gebietsreform wuchs die Gemeinde 1970 mit Meimbressen zusammen, gefolgt von Westuffeln, Fürstenwald, Ehrsten und Obermeiser.
Bekannt ist Calden vor allem für das Rokokoschloss Wilhelmsthal mit seinem Landschaftsgarten und die prähistorischen Galeriegrabstätten. Der 1970 eröffnete Flughafen Kassel-Calden, heute als Kassel Airport bekannt, prägt die Infrastruktur. Sportlich macht der TSV Jahn Calden mit seiner Frauenfußballmannschaft auf sich aufmerksam, die in der Regionalliga spielt. Persönlichkeiten wie Reichskanzler Otto von Bismarck, der hier Ehrenbürger wurde, oder der Fußballtorwart Stefan Ortega Moreno verbinden sich mit dem Ort.