Grebenstein liegt im Landkreis Kassel in Nordhessen, eingebettet zwischen dem Reinhardswald und dem Fluss Esse. Westlich der Kleinstadt erhebt sich die Ruine der Burg Grebenstein, während sie im Norden an Hofgeismar grenzt und im Osten an Immenhausen. Im Süden und Westen reicht das Gebiet bis zur Gemeinde Calden, im Südosten berührt es Espenau.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1272 unter dem Namen Grevensteine, doch seine Geschichte ist eng mit den Landgrafen von Hessen verbunden. Mehrere Söhne des Landgrafen Otto I. herrschten hier, darunter Ludwig der Junker und Landgraf Hermann II. Auch der Gelehrte Dietrich von Schachten, Verfasser einer berühmten Palästinareise, wirkte in Grebenstein. Im 19. Jahrhundert prägten Persönlichkeiten wie der Botaniker Wilhelm Pfeffer oder der Oberbürgermeister von Kassel, Karl Schomburg, den Ort.
Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, der Stadtkirche und den Resten der Stadtbefestigung ist das Herzstück Grebensteins. Die Burgruine auf dem Burgberg erinnert an die einstige Macht der Landgrafen, während das Ackerbürgermuseum im „Haus Leck“ Einblicke in die lokale Geschichte gibt. Musikalisch bereichern Chöre und Vereine das kulturelle Leben, und die Nähe zu den Naturparks Habichtswald und Reinhardswald lädt zu Wanderungen ein.