Capbreton liegt an der französischen Atlantikküste in der Region Nouvelle-Aquitaine, etwa dreißig Kilometer südwestlich von Dax. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen den beiden Küstenflüssen Boudigau und Bouret, die hier ins Meer münden. Das Klima ist warm und gemäßigt, mit den höchsten Temperaturen im August und trockenen Sommern.
Erst ab dem zwölften Jahrhundert sind schriftliche Spuren des Ortes überliefert, als sich die ersten Häuser im Viertel Bouret ansiedelten. Im dreizehnten Jahrhundert unterhielt der Templerorden hier eine Niederlassung mit Kapelle und Hospital für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Capbreton und Labenne bildeten später ein gemeinsames Baronat, bis der Hafen durch eine Sturmflut und die Verlegung des Adour an Bedeutung verlor. Nach einem erneuten Aufschwung im neunzehnten Jahrhundert, gefördert durch Kaiser Napoleon III., wandelte sich der Ort zu einem beliebten Badeort.
Besonderes kulturelles Erbe ist die jährlich zu Weihnachten errichtete *torrèle*, ein Holzfeuer, das an eine legendäre Abwehr von Normannen erinnert. Die Nikolauskirche aus dem neunzehnten Jahrhundert und die mit Wandmalereien geschmückte Kapelle Sainte-Thérèse prägen das Ortsbild. Die Seebrücke, mehrfach wiederaufgebaut, verbindet heute den Ort mit dem Meer und trägt einen Leuchtturm. Wirtschaftlich lebt Capbreton vom Tourismus und als einziger Hafen des Départements.