Carentoir liegt im Département Morbihan in der Bretagne, wo der Untergrund abseits des nördlichen Viertels aus Briovérien-Schiefern besteht. Südlich davon wechseln sich Granitbänder, Sandsteinlagen und die Formation von Pont-Réan ab, während der äußerste Nordosten zur Traveusot-Formation zählt. Die Böden sind hier weniger fruchtbar als in den schieferreichen Gebieten, wo sie besonders ertragreich sind. Die Gemeinde wurde mit Quelneuc zur neuen Gemeinde Carentoir zusammengeschlossen.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 826 unter dem Namen *Carantoer*, später folgten Varianten wie *Karantoer* oder *Carantor*. Der Name könnte auf ein gallisches *karant-*, also „Freund“ oder „Liebender“, zurückgehen, kombiniert mit einem zweiten Element, das auf eine befestigte Stätte oder einen Markt hinweist. In der Antike verlief die römische Straße von Rennes nach Carhaix entlang der heutigen Gemeindegrenze, und ein römisches Lager aus dieser Zeit prägt noch immer das Landschaftsbild.
Ein Menhir nahe dem Schloss Le Mur erinnert an die vorgeschichtliche Besiedlung, während eine alte Legende den heiligen Marcoult mit der Gründung des Ortes verbindet. Bis zur Zusammenlegung mit Quelneuc war Carentoir eine der größten Pfarreien im Bistum Vannes und bewahrte Spuren seiner bewegten Geschichte.