Redon liegt im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne an der Stelle, wo der Fluss Oust in die Vilaine mündet. Der Canal de Nantes à Brest kreuzt hier die Vilaine und folgt dem Oust nach Westen sowie dem Isac nach Osten, wodurch Redon zu einem wichtigen Knotenpunkt der Wasserstraßen in der Region wurde. Heute dient der Kanal vor allem touristischen Zwecken.
Die Stadt entstand um eine im Jahr 832 von dem bretonischen Mönch Conuvoion gegründete Abtei, Saint-Sauveur. Im Mittelalter nutzte Redon seine Lage an der Vilaine für den Handel, da Waren von Hochseeschiffen auf Binnenschiffe umgeladen und weiter nach Rennes transportiert wurden. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt durch den Bau des Canal de Nantes à Brest einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich in historischen Reederhäusern und einem großen Hafenbecken widerspiegelt.
Prägend für Redon sind seine historische Bedeutung als Handelshafen und die damit verbundenen Bauwerke. Der Bahnhof der Stadt verbindet sie mit dem französischen Schienennetz und wird von TGV-Zügen sowie Regionalverbindungen bedient. Persönlichkeiten wie der General Louis Marie Levesque de Laferrière oder der Schriftsteller Arthur Bernède stammen aus Redon. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Goch in Deutschland und Andover im Vereinigten Königreich.