Castres liegt im Süden Frankreichs, am Fluss Agout, wo die Nebenflüsse Durenque und Thoré einmünden. Die Stadt wird von den Monts du Sidobre und der Montagne Noire umgeben und liegt etwa 170 Meter über dem Meeresspiegel. Das Klima ist mild und wird sowohl von den Bergen des Zentralmassivs als auch vom Mittelmeer geprägt, mit reichlich Regen im Winter.
Die Geschichte Castres beginnt mit einer Benediktinerabtei aus dem 7. Jahrhundert, die sich um einen befestigten Ort entwickelte. Später wurde die Stadt eine wichtige Station auf dem Jakobsweg und erhielt im 13. Jahrhundert königliche Herrschaft. Im 16. Jahrhundert wurde Castres durch den Protestantismus geprägt und entwickelte sich zu einer wohlhabenden Handelsstadt. Nach der Vertreibung der Protestanten und der Schleifung der Stadtmauern blieb der Wohlstand durch Handel und Handwerk erhalten.
Heute ist Castres bekannt für seine historischen Bauwerke wie die ehemalige Kathedrale Saint Benoît und den Bischofspalast, der heute das Musée Goya beherbergt. Die Stadt ist auch Heimat des Rugby-Union-Clubs Castres Olympique, der mehrfach französischer Meister wurde. Persönlichkeiten wie der Mathematiker Pierre de Fermat und der Politiker Jean Jaurès haben hier gewirkt oder sind hier geboren.