Chambéry liegt im Herzen Savoyens, am Nordrand der Savoyer Alpen auf etwa 270 Metern Höhe. Der Fluss Leysse durchfließt die Stadt von Süden nach Norden und speist den nahen Lac du Bourget, den größten Natursee Frankreichs. Im Südwesten breitet sich der Regionale Naturpark Chartreuse aus, im Nordosten der Naturpark Massif des Bauges. Westlich des Zentrums mündet die Hyère in die Leysse, während im Süden die Weinlagen der Coteaux de la Combe de Savoie beginnen.
Die Stadt wurde erstmals 1029 als Camberiacum urkundlich erwähnt und entwickelte sich vom 11. bis 13. Jahrhundert zur Grafschaft. 1232 erwarb Graf Thomas I. von Savoyen Chambéry und verlieh den Bewohnern wichtige Privilegien. 1295 wurde sie Hauptstadt der Grafschaft Savoyen und blieb es bis 1563. Die Herzöge von Savoyen bewahrten hier zeitweise das Turiner Grabtuch auf, das 1532 in der Sainte-Chapelle beschädigt wurde. Nach wechselvoller Geschichte unter französischer und savoyardischer Herrschaft kam Chambéry 1860 endgültig zu Frankreich.
Bekannt ist die Stadt für ihre barocke Altstadt mit der Place Saint-Léger und der Rue de Boigne, die im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild Pariser Boulevards angelegt wurde. Das Schloss der Herzöge von Savoyen, die Kathedrale Saint-François-de-Sales und der Elefantenbrunnen prägen das Stadtbild. Jährlich findet ein Comic-Festival statt, und der Handballclub Chambéry Savoie HB gehört zu den Top-Teams Frankreichs. Die Umgebung mit den nahen Bergen und Seen macht Chambéry zu einem Zentrum für Sport und Tourismus.