Coburg liegt im Norden Oberfrankens, wo sich die Ausläufer des Thüringer Waldes mit dem Maintal und den Langen Bergen begegnen. Die Itz durchfließt das Stadtgebiet und nimmt hier die Lauter, den Rottenbach und den Hahnfluss auf. Über der Stadt thront die Veste Coburg, eine der größten Burganlagen Deutschlands. Der Marktplatz liegt auf 296 Metern, die Burg auf 451 Metern Höhe. Die Stadt ist umgeben von thüringischen Nachbarorten wie Lautertal und Meeder, während Erlangen und Nürnberg zu den nächsten größeren Städten zählen.
Erstmals erwähnt wurde Coburg 1056 in einer Schenkungsurkunde der Königin Richeza. Im 14. Jahrhundert erhielt die Stadt Stadtrecht und Gerichtsbarkeit, bevor sie 1353 an die Wettiner fiel. Als Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg prägte sie zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert Architektur und Kultur. Martin Luther verbrachte hier 1530 eine Zeit auf der Veste, und die Reformation setzte sich früh durch. Im 19. Jahrhundert wurde Coburg durch den Eisenbahnanschluss zu einem wichtigen Treffpunkt europäischer Herrscher.
Heute ist Coburg bekannt für seine historische Bausubstanz, darunter Renaissancebauten aus der Residenzzeit. Die Veste und das Schloss Ehrenburg zählen zu den markanten Bauwerken. Die Stadt trägt seit 2005 den Beinamen Europastadt und ist Sitz bedeutender Institutionen wie des Landestheaters und der Landesbibliothek. Die HUK-Coburg, heute größter Arbeitgeber der Region, hat ihren Sitz in der Stadt. Coburgs protestantische Prägung zeigt sich in der langen Tradition der evangelischen Landeskirche, während auch katholische und freikirchliche Gemeinden vertreten sind.