Meeder liegt im Talbecken des Sulzbaches, eines Nebenflusses der Lauter, und wird von den Langen Bergen im Norden sowie dem Callenberger Forst im Süden umgeben. Die Gemeinde grenzt im Norden an Thüringen und ist mit Coburg, Weitramsdorf und Bad Rodach verbunden.
Erstmals 1074 urkundlich erwähnt, erhielt Meeder 1125 Marktrechte und war damit einer der ersten fränkischen Orte mit diesem Privileg. Die Pfarrei St. Laurentius spielte eine zentrale Rolle bei der Christianisierung der Region. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt der Ort schwere Zerstörungen, von denen sich die Bevölkerung nur langsam erholte. Seit 1650 wird dort ein großes Dank- und Friedensfest gefeiert, das bis heute mit einer besonderen Tradition verbunden ist.
Bekannt ist Meeder für seine historische Kirche St. Laurentius mit zwei Türmen und einer barocken Orgel, auf der einst Johann Nikolaus Forkel musizierte. Das Friedensmuseum dokumentiert die Umwandlung von Kriegsgerät in Friedenssymbole und widmet sich der Coburger Friedensaktivistin Anna Bernhardine Eckstein. Wirtschaftlich geprägt ist der Ort durch Landwirtschaft, Maschinenbau und die Milchwerke Oberfranken West.