Cognac liegt in einer sanften Schleife der Charente, nur etwa 23 Meter über dem Meeresspiegel, und ist umgeben von Weinbergen, die den berühmten Branntwein hervorbringen. Die Stadt befindet sich im Département Charente, etwa 120 Kilometer nördlich von Bordeaux, zwischen den historischen Landschaften Saintonge und Angoumois. In der Nähe liegen die größeren Städte Saintes im Westen und Angoulême im Osten.
Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Steinzeit zurück, wie Funde von Dolmen und Werkzeugen belegen. Im Mittelalter entwickelte sich Cognac zu einem wichtigen Handelsplatz, geprägt durch eine Burg und ein Benediktinerpriorat, aus dem die Kirche Saint-Léger hervorging. Die Stadt erhielt 1215 Stadtrechte und wechselte im Hundertjährigen Krieg mehrfach die Herrschaft, bis sie endgültig französisch wurde. Berühmt wurde Cognac als Geburtsort von Franz I., der hier 1494 geboren wurde und später Frankreich regierte. Die Stadt erlebte Kriege und Konflikte, darunter die Hugenottenkriege und die Französische Revolution, die das Ende der feudalen Strukturen einläutete.
Heute ist Cognac vor allem für die Herstellung des gleichnamigen Weinbrands bekannt, der in historischen Lagerhäusern wie denen von Martell oder Hennessy reift. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, der mittelalterlichen Porte Saint-Jacques und dem Schloss lädt zum Verweilen ein. Museen wie das Musée d’Art et d’Histoire oder das Musée des arts du cognac vertiefen das Verständnis für die regionale Geschichte. Der Stadtgarten, gestaltet von Édouard François André, und der Parc François I. bieten grüne Oasen inmitten der Weinlandschaft.