Colditz liegt im sächsischen Hügelland, wo die Zwickauer Mulde durch den Ort fließt und sich kurz darauf mit der Freiberger Mulde zur Mulde vereint. Im Westen und Norden umgeben ausgedehnte Wälder wie der Colditzer Forst und der Thümmlitzwald die Stadt, während im Osten der Glastener Forst mit der Parthequelle beginnt. Nachbarorte sind unter anderem Grimma und Bad Lausick im Landkreis Leipzig sowie Leisnig und Hartha im Mittelsachsener Kreis.
Erstmals als Burgwardbezirk erwähnt, entwickelte sich Colditz aus einer Kaufmannssiedlung des 12. Jahrhunderts. Die Stadt selbst wurde 1265 urkundlich als solche festgehalten und gehörte später zum wettinischen Herrschaftsgebiet. Prägend war die Umwandlung der Burg zum Schloss, das als Jagdschloss der sächsischen Kurfürsten diente und später als Arbeitshaus, psychiatrische Anstalt und Kriegsgefangenenlager genutzt wurde. Die Stadt erlebte Brände, Hexenverfolgungen und eine Blütezeit des Tuchmacherhandwerks.
Berühmt ist Colditz vor allem durch sein Schloss, das als ausbruchssicheres Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg diente und später in Film und Fernsehen verewigt wurde. Die Stadt war zudem ein Zentrum der Porzellan- und Schamotteindustrie, die nach 1990 zum Erliegen kam. Heute prägen historische Gedenkstätten, die malerische Flusslandschaft und die umliegenden Wälder das Bild der Stadt.