Leisnig liegt im sächsischen Burgenland, eingebettet in das tief eingeschnittene Tal der Freiberger Mulde. Die Stadt ist etwa fünfzig Kilometer von Leipzig entfernt und zählt zu den ältesten Siedlungen der Region. Grimma liegt nordwestlich, Döbeln östlich in der Nähe. Die Landschaft wird geprägt durch das Muldetal und die umliegenden Höhenzüge.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins zehnte Jahrhundert zurück, als auf einem Bergsporn über der Mulde die Burg Mildenstein entstand. Die erste urkundliche Erwähnung des Burgwards als „Lisnich“ stammt aus dem Jahr 1046. Unterhalb der Burg entwickelte sich die Siedlung Tragnitz, während sich flussabwärts die Kaufmannssiedlung Altleisnig bildete, die 1215 als oppidum novum Liznik bezeichnet wurde. Im Schutz der Burg entstand ein Marktort, der später zur befestigten Stadt wurde. Leisnig diente als Getreidemarkt und Handelsplatz an wichtigen Fernstraßen.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter die Stadtkirche St. Matthäi und das Rathaus, das nach dem Brand von 1803 am Marktplatz neu errichtet wurde. Ein Wahrzeichen ist der Leisniger Riesenstiefel, der an die traditionsreiche Schuhmacherzunft erinnert. Die Umgebung mit der Burg Mildenstein und den malerischen Muldehängen lädt zu Ausflügen ein.