Colico liegt am nordöstlichen Ufer des Comer Sees in der Lombardei, etwa 76 Kilometer nördlich von Mailand. Der Ort wird vom größten Zufluss des Sees, der Adda, durchflossen, die hier in den See mündet. Die Gemeinde umfasst mehrere Fraktionen wie Piona, Olgiasca und Villatico und erstreckt sich über eine Fläche von rund 35 Quadratkilometern.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Colico im Jahr 931 unter dem Namen Collogo, wobei bereits damals Gemeindeland existierte. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zu verschiedenen Herrschaften, darunter die Herzöge von Mailand und die Grafenfamilie Canali. Eine bedeutende Rolle spielte die Festung Forte di Fuentes, die 1603 erbaut wurde, um den Alpenpassverkehr zu kontrollieren. Nach wechselnder Herrschaft unter Österreich und dem Königreich Italien wurde Colico 1861 Teil des neuen italienischen Staates.
Heute ist Colico vor allem für seine landschaftliche Schönheit und historische Bauwerke bekannt. Dazu zählen das Zisterzienserkloster Abbazia di Piona aus dem 12. Jahrhundert, die Ruinen der Festung Forte di Fuentes und mehrere Kirchen in den umliegenden Fraktionen. Der Ort ist auch ein beliebtes Ziel für Wassersportler, da der Wind hier ideale Bedingungen für Surfer und Kitesurfer bietet.