Colmar liegt im Elsass am Westrand der oberrheinischen Tiefebene, etwa auf halbem Weg zwischen Basel und Straßburg. Die Lauch durchfließt die Stadt in einem sanften Bogen und mündet nahebei in die Ill. Seit dem 18. Jahrhundert wird die Altstadt zusätzlich durch den Logelbach bewässert, der Wasser aus der Fecht heranführt und über einen Kanalhafen in die Lauch geleitet.
Erstmals im Jahr 823 als Königsgut erwähnt, entwickelte sich Colmar zu einer blühenden Reichsstadt. 1226 erhielt sie von Kaiser Friedrich II. die Stadtrechte und wurde Teil des Zehnstädtebundes. Im 16. Jahrhundert hielt die Reformation Einzug, doch erst nach Jahrhunderten der Zugehörigkeit zu verschiedenen Herrschern wurde Colmar 1679 endgültig Frankreich angegliedert.
Die Stadt besticht durch ihr mittelalterliches Erbe mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern und dem berühmten Unterlinden-Museum, das den Isenheimer Altar beherbergt. Geboren wurden hier Künstler wie Martin Schongauer und Frédéric-Auguste Bartholdi. Heute ist Colmar bekannt für seine Weinmesse und das internationale Musikfestival, die beide weit über die Region hinaus strahlen.