Corcelles-près-Concise liegt im Kanton Waadt, am Westufer des Neuenburgersees, wo sich das Dorf auf einer kleinen Erhebung am Fuss des Mont Aubert ausbreitet. Die Gemeinde erstreckt sich von einem flachen Uferstreifen am See über eine Geländekuppe bis hinauf zum dicht bewaldeten Jurahang und erreicht auf dem Kamm des Mont Aubert ihre höchste Erhebung. Mit Einzelhöfen am Südhang und einer Fläche von etwa vier Quadratkilometern ist das Gebiet zu einem Teil von Wald, zu einem anderen von Landwirtschaft geprägt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, als am Seeufer Pfahlbauten entstanden. Später hinterließen auch die Eisenzeit, die Römerzeit und das Frühmittelalter ihre Spuren. Der Ort wurde erstmals im neunten Jahrhundert urkundlich erwähnt, sein Name leitet sich vom lateinischen Begriff für „kleiner Hof“ ab. Im Mittelalter gehörte Corcelles-près-Concise zunächst dem Bischof von Lausanne, später verschiedenen Herrschaften, bis es 1798 Teil des Kantons Léman wurde und schließlich im Kanton Waadt aufging.
Heute prägen das 1780 erbaute Schloss und das 1839 errichtete Gemeindehaus das Ortsbild. Besonders bekannt sind die vier Menhire nördlich des Dorfes, die auf eine vorgeschichtliche Vergangenheit verweisen. Obwohl Corcelles-près-Concise keine eigene Kirche besitzt, ist es Teil der Pfarrei Concise. Wirtschaftlich bleibt die Gemeinde vor allem landwirtschaftlich geprägt, während viele Einwohner in Yverdon arbeiten.