Grandson liegt im Kanton Waadt am Westufer des Neuenburgersees, wo es sich leicht erhöht auf einem Moränenhügel ausbreitet. Der Ort ist nur wenige Kilometer von Yverdon-les-Bains entfernt, am Jurasüdfuss und im Waadtländer Mittelland. Das Gemeindegebiet reicht vom Seeufer mit steil ansteigenden Hängen bis zu einem Plateau in etwa 500 Metern Höhe, das durch das Tal des Baches Grandsonnet in zwei Teile geteilt wird. Im Norden grenzt das Gebiet an den Fluss Arnon, im Nordosten an flache Schilfflächen am See, während im Südwesten ein kleiner Anteil der Ebene bei Yverdon dazugehört.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1049 unter dem Namen Granzio. Im Mittelalter wechselte der Name mehrfach, etwa zu Grancione oder Grandissonum. Grandson war lange ein agrarisch geprägter Ort, der von Fischerei, Viehzucht und Weinbau an den sonnigen Hängen lebte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Industrie, etwa durch eine Tabakfabrik und die Herstellung von Uhrengläsern. Auch die Ziegelei in Les Tuileries-de-Grandson prägte den Ort.
Heute ist Grandson vor allem für sein Schloss mit Automobilmuseum und Institut für alte Waffen bekannt. Die historische Altstadt und der Jachthafen ziehen Besucher an, ebenso wie der Natur- und Kulturpfad. Das Städtchen verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur, darunter eine gute Anbindung an Autobahn und Eisenbahn. Die Umgebung mit See, Jurahängen und fruchtbaren Böden bietet vielfältige Möglichkeiten für Landwirtschaft und Tourismus.