Crailsheim liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa 25 Kilometer östlich von Schwäbisch Hall und 40 Kilometer südwestlich von Ansbach. Die Stadt erstreckt sich beiderseits der Jagst in der Crailsheimer Bucht, einer weiten Landschaft, die der Fluss bei seinem Austritt aus dem Keuperbergland geschaffen hat. Östlich der Bucht erheben sich die Crailsheimer Hardt als Teil der Frankenhöhe, während im Westen und Südwesten die Höhenwälder um den Burgberg (534 Meter) und die Ellwanger Berge die Umgebung prägen. Die Stadt ist nach Schwäbisch Hall die zweitgrößte im Landkreis Schwäbisch Hall und gehört zum Regionalverband Heilbronn-Franken.
Die erste urkundliche Erwähnung Crailsheims stammt aus dem Jahr 1136, damals noch unter dem Namen „Cröwelsheim“. Ursprünglich entstand der Ort als fränkische Siedlung nahe einem Jagstübergang im 7. Jahrhundert. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach: Zunächst unterstanden Teile den Herren von Lohr und Flügelau, später den Grafen von Oettingen. 1310 wurde Crailsheim als Reichslehen eingezogen und 1314 an die Edelherren von Hohenlohe übergeben. 1338 erhielt es Stadtrechte und eine Stadtmauer, 1376 wurde es in den Schwäbischen Städtebund einbezogen.
Crailsheim ist geprägt von seiner historischen Altstadt mit Fachwerkhäusern und der ehemaligen Stadtmauer. Ein markantes Bauwerk ist die Burgstelle Schönebürg bei Goldbach, heute eine Walderholungsanlage. Die Stadt gliedert sich in neun Stadtteile, darunter die Kernstadt mit ihren Wohngebieten wie der Innenstadt, dem „Hexenbuckel“ und dem „Kreuzberg“. Naturfreunde schätzen die sieben Naturschutzgebiete, darunter den Crailsheimer Eichwald und das Jagsttal mit seinen Seitentälern. Ein bekanntes Fest ist die jährliche Stadtkirchweih, die an die mittelalterliche Tradition anknüpft.