Cressier liegt im Kanton Neuenburg am Jurasüdfuss, wo sich die Zihlebene zwischen dem Neuenburger- und dem Bielersee ausbreitet. Der Ort dehnt sich beiderseits des Dorfbachs Ruhaut aus und wird im Südosten vom Zihlkanal begrenzt. Die Gemeinde reicht bis auf den Chaumont, wo sie mit 1070 Metern ihren höchsten Punkt erreicht, während der Weiler Frochaux am Hang des Juras auf 627 Metern liegt. Nachbarorte sind unter anderem Neuenburg und Le Landeron im selben Kanton sowie Gals im Kanton Bern.
Erstmals erwähnt wurde Cressier im Jahr 1180 unter dem Namen Crisciaco, doch schon in der Bronzezeit gab es hier eine Siedlung mit reichen Grabbeigaben. Im 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur Grafschaft Neuenburg und blieb während der Reformation katholisch, da er unter dem Einfluss Solothurns und der Familie Vallier stand. Später war Cressier Teil des preußischen Fürstentums Neuenburg und kam erst 1815 zur Schweiz.
Prägend für das Ortsbild sind die katholische Kirche Saint-Martin aus dem 19. Jahrhundert, die auf den Fundamenten eines römischen Tempels steht, sowie das Schloss von Cressier aus dem 17. Jahrhundert. Im Zentrum finden sich historische Patrizierhäuser, darunter das Maison Vallier aus dem 16. Jahrhundert. Die Gemeinde bewahrt zudem ein Steinkreuz und einen Löwenbrunnen aus dem 17. und 16. Jahrhundert.