Dachsbach liegt im Aischtal, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Steigerwalds im Süden. Der Ort wird vom namensgebenden Bach durchzogen, der einst reichlich Dachse beherbergte. Nachbarorte sind Uehlfeld, Weisendorf, Gerhardshofen und Gutenstetten, die sich wie ein Kranz um das Marktgebiet legen. Die Gemarkung umfasst mehrere kleine Siedlungen wie Rauschenberg mit seiner Ziegelhütte, die zum ländlichen Charakter beitragen.
Erstmals erwähnt wird Dachsbach im Jahr 1129, als ein Ritter Heinrich von Dahspach Güter an das Bamberger Kloster St. Michael verkaufte. Der Name geht vermutlich auf den Bach zurück, an dem Dachse lebten, was auch das Wappen mit dem Tier symbolisiert. Im Mittelalter war der Ort Sitz eines bedeutenden Amts, das bis 1797 bestand und für Blutgerichtsbarkeit in über vierzig umliegenden Orten zuständig war. Burgen, Kriege und Münzprägungen prägten die wechselvolle Geschichte, darunter die Zerstörung durch Albrecht Alcibiades 1553 und die Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg.
Heute ist Dachsbach vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, die von der einstigen Bedeutung zeugen. Dazu zählt das ehemalige Amtshaus, das einst als Zentrum der Rechtsprechung diente. Auch die Kirche und die Zehntscheune überstanden die Kriege und erinnern an die wechselvolle Vergangenheit. Der Ort pflegt ein beschauliches Dasein, geprägt von ländlicher Ruhe und regionaler Geschichte.