Emskirchen liegt in Mittelfranken, eingebettet in eine von Wäldern und sanften Hügeln geprägte Landschaft. Der Ort wird von der Mittleren Aurach durchflossen, die hier die Zuflüsse Flugsbach, Floresbach und Stubengraben aufnimmt. Im Südwesten erstreckt sich das Waldgebiet Hoch, während die Gemarkung Emskirchen mit ihren 2752 Flurstücken eine Fläche von fast zehn Quadratkilometern umfasst.
Erstmals als „Empichiskirchen“ im 12. Jahrhundert erwähnt, geht der Name auf den Gründer einer Kirche namens Empichi zurück. Im Mittelalter profitierte der Ort von seiner Lage an der Handelsroute zwischen Nürnberg und Frankfurt, wo 1623 eine Poststation entstand. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg siedelten sich Glaubensflüchtlinge aus Österreich und später Hugenotten an, die mit dem Bau der heutigen Friedhofskirche ein bleibendes Zeichen setzten.
Heute ist Emskirchen ein Markt mit historischem Kern und ländlichem Umland. Die ehemalige Hugenottenkirche prägt das Ortsbild ebenso wie die umliegenden Dörfer, die im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre eingemeindet wurden. Einst bekannt für Geflügelzucht und später für die Ansiedlung von Flüchtlingen nach 1945, verbindet der Ort heute Tradition mit moderner Kommunalpolitik.