Dačice liegt im Süden Tschechiens, eingebettet in die hügelige Landschaft des böhmischen Kanada. Auf 577 Metern Höhe mündet hier die Vápovka in die Mährische Thaya, die dem Ort eine malerische Flusslandschaft verleiht. Historisch zählt die Stadt zu Mähren, obwohl sie geographisch in Böhmen liegt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dačice bereits im Jahr 1183, als eine Kirche im Ort geweiht wurde. Der Name deutet auf eine slawische Gründung hin, die sich im 15. Jahrhundert zur Stadt entwickelte. Prägend war später die Herrschaft Datschitz, die verschiedene Adelsfamilien über Jahrhunderte besaßen. Ein besonderer Meilenstein war die Erfindung des Würfelzuckers in der örtlichen Zuckerfabrik, die von 1831 bis 1852 bestand.
Das barocke Schloss der Stadt, mehrfach umgestaltet, beherbergt heute ein Museum und prägt mit seiner Architektur das Stadtbild. Zu den bekannten Persönlichkeiten gehören der Arzt Wenzel Krimer und der Politiker Miloš Vystrčil. Die Umgebung mit ihren Ortsteilen und Exklaven wie Prostřední Vydří verleiht der Stadt zusätzlichen Reiz.