Delsberg liegt im Kanton Jura auf 413 Metern Höhe, etwa auf halbem Weg zwischen Basel und Biel. Die Stadt breitet sich beiderseits der Sorne aus, kurz vor deren Mündung in die Birs, am Nordrand des fruchtbaren Delsberger Beckens. Im Süden reicht das Gemeindegebiet bis zum Hang des Montchaibeux, im Norden steigt es über die Les-Rangiers-Kette bis auf 930 Meter an. Die Birs durchbricht hier in der Klus von Vorbourg das Juragebirge, während die Sorne und der Mettembert-Bach das Gebiet durchziehen.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 737 als *Delemonze*, später auch als *Telsperc* oder *Deleymunt* bekannt. Schon früh war der Ort befestigt und gehörte zunächst zu elsässischen Herzögen, dann zur Herrschaft Pfirt und ab 1271 zum Bistum Basel. Wirtschaftlich prägten zunächst Landwirtschaft und Handwerk das Bild, bis im 19. Jahrhundert die Industrialisierung mit Eisenverarbeitung, Uhrenindustrie und Maschinenbau einsetzte.
Heute ist Delsberg das kulturelle und administrative Zentrum des Kantons. Das Museum für jurassische Kunst und Geschichte zeigt Funde von der Römerzeit bis heute, darunter einen seltenen Krummstab aus dem 7. Jahrhundert. Die Stadt beherbergt eine Kantonsschule, eine Berufsschule und ein regionales Kulturzentrum. Mit rund 200 Vereinen hat sie die höchste Vereinsdichte der Schweiz, und das Sportzentrum La Blancherie ist ein wichtiger Treffpunkt. Die Verkehrsanbindung ist durch die Autobahn A16 und ein dichtes Bahn- und Busnetz gesichert.