Dernau liegt im Norden von Rheinland-Pfalz, eingebettet im Ahrtal am Rand des Ahrgebirges. Der Ort befindet sich etwa auf 125 Metern Höhe und wird von der Ahr durchflossen. Im Uhrzeigersinn grenzt Dernau an Grafschaft, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rech und Mayschoß. Die höchste Erhebung in der Gemarkung ist der Krausberg mit rund 355 Metern.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Römerzeit, als sich hier eine villa rustica mit Badeanlagen und Mosaiken befand. Später prägten Alemannen und Franken das Gebiet, was sich im alten Ortsnamen „Degerana“ widerspiegelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dernau im Jahr 893 als Weinbauort, als ein Klosterhof hier Wein anbaute. Im Mittelalter gehörte der Ort zur kleinen Grafschaft Saffenberg, deren Burg häufig den Besitzer wechselte und im Dreißigjährigen Krieg Schauplatz von Hexenprozessen war. Das nahegelegene Kloster Marienthal, gegründet im 12. Jahrhundert, wurde mehrfach geplündert und zerstört, bevor es im 17. Jahrhundert neu aufgebaut wurde.
Heute ist Dernau vor allem für seinen Weinbau bekannt, der bis in die Römerzeit zurückreicht. Das ehemalige Kloster Marienthal, heute Teil einer Weinbaudomäne, prägt das Bild des Ortes. Die umliegenden Hänge sind von Weinbergen bedeckt, die das milde Klima der Ahr nutzen. Die Ahrtalbahn verbindet Dernau mit dem überregionalen Schienennetz und macht den Ort für Besucher zugänglich.