Dietzenbach liegt mitten im Rhein-Main-Gebiet, wo die Bieber durch das Stadtgebiet fließt. Die Kreisstadt des Landkreises Offenbach grenzt im Norden an Heusenstamm, im Osten an Rodgau, im Süden an Rödermark und im Westen an Dreieich. Auf etwa 150 Metern Höhe über dem Meeresspiegel gelegen, verbindet sie die Nähe zu Frankfurt am Main mit der zu Offenbach.
Erstmals 1215 in einer Urkunde erwähnt, war Dietzenbach lange ein kleines Dorf in der Rödermark. Die Herren von Hanau übten hier früh Rechte aus, bis die Grafschaft Hanau-Lichtenberg 1527 die Kontrolle übernahm. Nach Erbstreitigkeiten zwischen Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel fiel der Ort 1771 an Darmstadt. Bis zum Zweiten Weltkrieg blieb Dietzenbach ländlich geprägt, entwickelte sich dann aber zu einer Arbeiterwohnsitzgemeinde.
Heute prägen historische Fachwerkhäuser im alten Ortskern das Bild, nachdem frühere Pläne zur Flächensanierung gestoppt wurden. Die Altstadt beherbergt ein Heimatmuseum und ein Feuerwehrmuseum. Moderne Stadtteile wie die Neue Stadtmitte mit Rathaus und Bürgerhaus entstanden zwischen Altbau und Neubaugebieten. Der Wingertsberg bietet mit einem Aussichtsturm einen Blick bis nach Frankfurt, während der Hexenberg nach der höchsten Erhebung des Landkreises benannt ist.