Rödermark liegt im hügeligen Messeler Hügelland, einem Teil der Untermainebene, zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt. Die Rodau durchfließt das Gebiet von West nach Ost, während die Höhen zwischen 130 und 200 Metern über Normalnull schwanken. Die Stadt grenzt im Norden an Dietzenbach, im Osten an Rodgau, im Süden an Eppertshausen und Messel sowie im Westen an Dreieich. Der 50. Breitengrad verläuft durch den Norden des Stadtgebiets, wo eine Erinnerungsanlage auf archäologische Funde und die geografische Besonderheit hinweist.
Die heutige Stadt entstand 1977 durch den Zusammenschluss von Ober-Roden und Urberach, die bereits seit Jahrhunderten eine gemeinsame Geschichte teilten. Ober-Roden wurde erstmals 790 erwähnt und war einst ein fränkischer Besitz, während Urberach 1275 als Orbruch urkundlich belegt ist. Messenhausen, erstmals 1282 genannt, schloss sich später Ober-Roden an. Waldacker entstand in den 1930er-Jahren als Arbeitersiedlung, und die Bulau beherbergte einst Fabrikarbeiter. Die Namensherkunft geht auf eine mittelalterliche Waldmarkgenossenschaft zurück.
Rödermark besticht durch seine Mischung aus historischen und modernen Elementen. Die Dreifaltigkeitskapelle in Messenhausen ist das älteste Gotteshaus, während die Weidenkirche als ökumenisches Projekt aller christlichen Gemeinden dient. Die Stadt ist durch den Bahnhof Ober-Roden an das S-Bahn-Netz angebunden und liegt verkehrsgünstig zwischen Frankfurt und Darmstadt. Die Grünzüge entlang der Rodau prägen das Bild, und die Erinnerung an den 50. Breitengrad verweist auf die besondere Lage in der Landschaft.