Digoin liegt im Département Saône-et-Loire, direkt an der Grenze zur Region Auvergne-Rhône-Alpes, am rechten Ufer der Loire. Dort mündet der Fluss Arroux in die Loire, und mehrere wichtige Schifffahrtskanäle kreuzen sich hier: der Loire-Seitenkanal, der Roanne-Digoin-Kanal und der Zentrumskanal. Diese Wasserwege machen den Ort zu einem zentralen Knotenpunkt der französischen Binnenschifffahrt.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in der Nähe, etwa steinzeitliche Blattspitzen bei Volgu. Der Ort wurde unter dem Namen Denegontium oder später Digonium erwähnt und entwickelte sich über Jahrhunderte als Hafenstadt. Hier wurden Wein aus Mâcon und Chalon-sur-Saône, Holz aus dem Morvan und Steinblöcke exportiert. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden neue Kanäle, die die Schifffahrt auf der Loire zunehmend verdrängten. Eine markante Kanalbrücke verbindet heute den Zentrumskanal mit dem Loire-Seitenkanal.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Kanalbrücke aus dem Jahr 1834 und die Kirche Notre-Dame de la Providence das Stadtbild. Ein Keramik-Museum und das Schloss Chiseuil aus dem 18. Jahrhundert sind weitere Sehenswürdigkeiten. Die Lage an wichtigen Verkehrswegen – Bahn und Straßen – sichert Digoins Rolle als Verkehrsdrehkreuz. Persönlichkeiten wie der Freeclimber Alain Robert stammen von hier.