Divišov liegt in der Mittelböhmischen Region, etwa 36 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Prag. Östlich des Ortes verläuft die wichtige Verkehrsachse Dálnice 1, die Prag mit Brünn verbindet und hier gleichzeitig die Europastraßen 50 und 65 aufnimmt. Die Autobahnabfahrt in Šternov ist nur wenige Kilometer entfernt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1130. Prägend für seine Geschichte war die Familie der Herren von Diviš, die später den Namen Sternberg annahm. Im 14. Jahrhundert wirkten hier bedeutende Persönlichkeiten wie Václav von Radeč, Baudirektor des Prager St.-Veits-Doms, und der Erzbischof Nikolaus Puchník von Černice. Die barocke Bartholomäuskirche wurde zu einem wichtigen Marien-Wallfahrtsort und beherbergt das Grab von Eliška, einer Tochter König Georgs von Podiebrad. Später prägten die Familien Vinař und die Motorradhersteller Eso und Jawa das Ortsbild.
Besonders sehenswert ist das Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde, die sich hier Ende des 17. Jahrhunderts ansiedelte. Zu den erhaltenen Zeugnissen gehören ein Friedhof, einige Häuser und eine klassizistische Synagoge mit einer Ausstellung zur regionalen jüdischen Geschichte. Der Ort besteht aus mehreren Ortsteilen wie Dalovy, Křešice und Šternov, die gemeinsam das heutige Divišov bilden.