Drebach liegt im Erzgebirgskreis Sachsens und erstreckt sich als langgestrecktes Waldhufendorf entlang eines Nebentals der Zschopau. Der Ortsteil Scharfenstein schmiegt sich dagegen ins enge Zschopautal. Die Höhenunterschiede sind beachtlich: Von 340 Metern an der Zschopau steigt das Gelände bis auf 600 Meter an der Grenze zu Ehrenfriedersdorf. Nachbarorte wie Großolbersdorf, Wolkenstein und Thermalbad Wiesenbad umgeben die Gemeinde, während Thum und Ehrenfriedersdorf im Westen liegen.
Erstmals taucht der Ort 1386 unter dem Namen „Dretebach“ in Urkunden auf, wobei sich die Schreibweise über die Jahrhunderte wandelte. Der Name deutet auf ein fließendes Gewässer hin, das damals schnell dahinströmte. Silberbergbau brachte im 16. Jahrhundert Wohlstand, und die Reformation festigte die Eigenständigkeit als Kirchspiel. Der Pfarrer David Rebentrost prägte das Dorf nachhaltig, indem er die Krokuswiesen anlegte. Später bestimmten Strumpfwirker, Kalkwerke und Schulen das Leben, bis ein Brand 1823 große Teile des Ortes zerstörte.
Heute besticht Drebach durch seine malerische Lage zwischen Bergen und Fluss. Die Dorfkirche, nach dem Brand neu errichtet, und das benachbarte Rittergut zeugen von der Geschichte. Die Sternwarte mit Planetarium erinnert an die astronomische Tradition, während die Krokuswiesen im Frühling ein farbenfrohes Bild bieten. Drei Kindertagesstätten und enge Verbindungen zu Partnergemeinden in Bayern, Frankreich und Tschechien zeigen die lebendige Gemeinschaft.