Wolkenstein liegt im Erzgebirgskreis in Sachsen, eingebettet in eine bergige Landschaft. Die Stadt thront auf einem Felssporn über dem Zschopautal, nahe der Mündung der Preßnitz. Die Burg Wolkenstein, die dem Ort seinen Namen gab, erhebt sich siebzig Meter über dem Fluss und prägt das Bild. Im Südwesten erstreckt sich das Waldhufendorf Falkenbach, während nordöstlich die Dörfer Gehringswalde und Hilmersdorf liegen. Der Ortsteil Warmbad ist als staatlich anerkannter Kurort bekannt und beherbergt die wärmste Thermalquelle Sachsens.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1293, doch bereits im 13. Jahrhundert spielte die Burg eine Rolle als Sitz der Waldenburger Ministerialen. Im 14. Jahrhundert wurde Wolkenstein zum Sitz eines Erzpriesteramtes und erhielt städtische Rechte. Der Bergbau prägte die Region ab dem 15. Jahrhundert, und nach der Reformation entstand eine eigenständige Kirchengemeinde. Im 17. Jahrhundert zerstörte ein Stadtbrand die Kirche, die später wiederaufgebaut wurde. Die Industrialisierung brachte eine Baumwollspinnerei und später Papierfabriken mit sich, während der Bergbau im frühen 20. Jahrhundert zum Erliegen kam.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie das Renaissance-Schloss Wolkenstein, die St.-Bartholomäus-Kirche und das mittelalterliche Mühltor. Der Marktplatz mit Rathaus und rekonstruierter Postmeilensäule lädt zum Verweilen ein. Regelmäßig findet die Veranstaltung Sommerkirche statt, die gemeinsam mit der Nachbarkirchgemeinde Schönbrunn organisiert wird. Die Umgebung mit ihren Wäldern und Flusstälern rundet das Bild einer malerischen Kleinstadt ab.