Duchcov liegt am Nordrand des Böhmischen Beckens, dort wo sich das Erzgebirge sanft ins Land neigt. Acht Kilometer südwestlich von Teplice breitet sich die Stadt zwischen sanften Hügeln aus, durchzogen von kleinen Teichen und Wäldchen. Der Ort ist umgeben von ländlichen Siedlungen wie Liptice oder Hrdlovka, die heute als Katastralbezirke mit ihm verwachsen sind.
Erstmals taucht der Ort 1240 als „Tockczaw“ in Urkunden auf, damals noch unter dem Einfluss der Riesenburg. Im 14. Jahrhundert zog es deutsche Siedler an, die bald die Mehrheit stellten. Die Stadt entwickelte sich schnell: Eine Schule entstand, eine jüdische Gemeinde blühte auf, und die Herren von Riesenburg bauten eine romanische Kirche und ein Dominikanerkloster. Doch Kriege und Machtwechsel prägten Duchcov – von den Hussiten über die Wettiner bis zu den Lobkowitzern, die das Schloss zu seiner heutigen Gestalt ausbauten.
Heute ist Duchcov vor allem durch sein Schloss bekannt, das einst Giacomo Casanova als Wohnsitz diente. Der spätere Schlossherr Adam von Waldstein gestaltete den Park im englischen Stil und richtete ein Museum ein. Die barocke Marienkirche und die St.-Barbara-Kirche zeugen von der Blütezeit unter den Waldsteinern. Auch die Umgebung mit ihren Teichen und Wäldern lädt zum Verweilen ein.