Dúrcal liegt im nordöstlichen Teil des Valle de Lecrín, einer von 51 Einheiten des Großraums Granada im Südosten Spaniens. Die Gemeinde grenzt an Dílar, El Padul, Lanjarón, Nigüelas und Villamena und erstreckt sich teilweise in den Nationalpark Sierra Nevada. Das Gebiet ist von bergiger Landschaft geprägt, die das Tal umgibt.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, später hinterließen Phönizier, Karthager, Griechen und vor allem Römer ihre Spuren. Während der maurischen Herrschaft vom 8. bis 15. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem wichtigen landwirtschaftlichen Zentrum mit Festungen und ummauerten Siedlungen. Der Anbau von Zitrusfrüchten und Maulbeerbäumen prägte das wirtschaftliche Leben, da letztere für die Seidenproduktion genutzt wurden.
Heute ist Dúrcal bekannt für seine landschaftliche Schönheit und historische Bauten aus maurischer Zeit. Die Wirtschaft hat sich von der Landwirtschaft hin zu Industrie, Dienstleistungen und zunehmendem ländlichem Tourismus gewandelt. Die Gemeinde verbindet damit traditionelle Wurzeln mit moderner Entwicklung.