Eberswalde liegt im Nordosten Brandenburgs, eingebettet zwischen ausgedehnten Waldgebieten. Südlich erstreckt sich der Naturpark Barnim, nördlich das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Totalreservat Plagefenn. Die Stadt wird vom Finowkanal durchzogen, in dessen Zentrum die Schwärze mündet, während der Oder-Havel-Kanal nördlich vorbeiführt. Das Stadtgebiet erstreckt sich auf etwa 14 Kilometer in ostwestlicher Richtung entlang des Kanals, wobei Teile wie Nordend oder Südend im Urstromtal liegen.
Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert und trägt seit dem 19. Jahrhundert den Beinamen Waldstadt, geprägt durch ihre forstwirtschaftliche Tradition. Bis zur Wende prägte vor allem die Schwerindustrie das Bild, wovon noch heute Ortsteile wie Eisenspalterei oder Kupferhammer zeugen. Die Stadt war lange ein Zentrum des Kran- und Rohrleitungsbaus sowie der Walzwerke.
Eberswalde besticht durch seine grüne Umgebung und historische Spuren. Im Zentrum finden sich Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und das Leibnizviertel, eine DDR-Neubausiedlung. Nach Kriegszerstörungen entstanden moderne Plätze wie der Pavillonplatz mit dem Paul-Wunderlich-Haus. Die Umgebung mit ihren Wäldern und dem Finowkanal bietet Erholungsmöglichkeiten, während die Industriegeschichte in Umnutzungen wie dem Familiengarten oder Gewerbezentren weiterlebt.