Eilenburg liegt im Tal der Mulde, am Rand der Dübener Heide und nahe der Leipziger Tieflandsbucht. Die Stadt wird vom Fluss durchzogen, der den Stadtteil Ost vom Rest trennt, und ist etwa zwanzig Kilometer von Leipzig entfernt. Die Umgebung ist geprägt von eiszeitlichen Moränen und ausgedehnten Auen, in denen die Mulde und ihr Nebenfluss Lossa mäandern. Mehrere Gemeinden grenzen an die Stadt, darunter Doberschütz im Osten und Jesewitz im Südwesten.
Erstmals erwähnt wurde Eilenburg im Jahr 961 als „civitas Ilburg“. Die Wettiner übernahmen später die Herrschaft, und die Burg gilt als Ursprung des sächsischen Territorialstaats. Im Schutz der Burg entstand um 1200 eine planmäßige Stadtanlage an der Via Regia. Im Dreißigjährigen Krieg entging die Stadt der Zerstörung durch schwedische Truppen dank eines Bittgottesdienstes von Martin Rinckart. Nach dem Wiener Kongress kam Eilenburg zu Preußen und entwickelte sich zu einem wichtigen Industriezentrum. Hier entstanden frühe Formen von Betriebsräten und Konsumgenossenschaften.
Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und verlor in der Folge viele Einwohner. Heute wirbt sie als „Muldestadt mit grünem Herzen“ mit sanftem Tourismus und liegt an überregionalen Reisewegen. Historische Bauwerke wie die Burg und die planmäßige Altstadt prägen das Bild, während die Mulde mit ihren Überschwemmungen und neuen Seen durch Kiesabbau die Landschaft verändert.