Bad Düben liegt am Südrand der Dübener Heide, einer waldreichen Moränenlandschaft aus der Eiszeit, und am rechten Ufer der Mulde. Südlich beginnt die flache Leipziger Tieflandsbucht, während die Stadt etwa dreißig Kilometer nordöstlich von Leipzig entfernt ist. Als Kurstadt am Rande des Naturparks trägt sie den Titel eines staatlich anerkannten Moorheilbads.
Erste Spuren der Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch die Burg Düben wurde erstmals 981 unter dem slawischen Namen Dibni erwähnt. Flämische Einwanderer gründeten um 1200 die Gemeinde Neumark, während sich aus slawischen Gehöften eine Stadt entwickelte, die bald als zentraler Pfarreisitz im Bistum Meißen galt. Im 14. Jahrhundert wechselte die Herrschaft mehrfach zwischen askanischen und wettinischen Fürsten, bis sie 1478 dauerhaft bei den Wettinern verblieb. Die Stadt erlebte Kriege, Brände und politische Umbrüche, darunter die Zerstörung der Burg 1450 und die Verhandlungen im legendären Streit um Michael Kohlhaas. Im Dreißigjährigen Krieg trafen hier schwedische und sächsische Truppen zusammen, und 1813 hatte Napoleon für kurze Zeit sein Hauptquartier in der Stadt.
Die Burg an der Mulde prägt bis heute das Bild der Stadt und diente einst als Sitz eines Erzpriesters mit weitreichender kirchlicher Verwaltung. Seit dem späten 19. Jahrhundert nutzt Bad Düben seine Moor- und Mineralwasservorkommen als Kurort, wofür es 1948 den Namenszusatz „Bad“ erhielt. Die ehemalige Garnisonsstadt beherbergte später eine bedeutende Militärschule und war Schauplatz mehrerer Filme. Mit ihren Stadtteilen Schnaditz, Tiefensee und Wellaune verbindet Bad Düben historische Wurzeln mit einer landschaftlich reizvollen Umgebung.