Elze liegt im Westen Niedersachsens, eingebettet zwischen dem Niedersächsischen Bergland und der Norddeutschen Tiefebene. Die Kleinstadt wird von der Saale durchflossen, einem Nebenfluss der Leine, und blickt auf markante Bauwerke wie die Poppenburg und die Klosterkirche Wittenburg. Die Altstadt besticht durch historische Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, während das Zentrum nach dem verheerenden Brand von 1824 im klassizistischen Stil wiederaufgebaut wurde.
Die Geschichte Elzes reicht bis vor das Jahr 800 zurück, als hier bereits Menschen siedelten. Karl der Große gründete hier den Kaiserhof Aula Caesaris, woraus sich später der Name Elze entwickelte. Im Mittelalter war der Ort Sitz eines Bistums unter dem Patrozinium des Apostels Petrus, das später nach Hildesheim verlegt wurde. Die Stadt erlebte prägende Momente, etwa als Ludwig der Fromme den Bischofssitz umwidmete oder als Karl der Große hier Heerlager aufschlug. Im 19. Jahrhundert zerstörte ein Großbrand weite Teile der Stadt, die danach unter Leitung des Landbaumeisters Wellenkamp neu gestaltet wurde.
Elze ist geprägt von seiner historischen Bausubstanz, darunter die Peter-und-Paul-Kirche und der denkmalgeschützte Bahnhof im Rundbogenstil. Die katholische Kirche St. Petrus zu den Ketten erinnert an die einstige kirchliche Bedeutung. Regelmäßige Veranstaltungen wie der „Puschenball“ oder der „Wittenburger Sommer“ beleben das kulturelle Leben. Die Umgebung bietet mit dem Naturschutzgebiet Leineaue zwischen Gronau und Burgstemmen eine artenreiche Flusslandschaft. Vereine, Schulen und ein beheiztes Freibad prägen das moderne Stadtbild.