Pattensen liegt südlich von Hannover in Niedersachsen, eingebettet in die fruchtbare Calenberger Lössbörde. Die Stadt grenzt an Springe, Hemmingen, Laatzen, Sarstedt und Nordstemmen und wird von der Leine durchflossen, die hier ein Naturschutzgebiet bildet. Zwischen den einzelnen Ortsteilen wie Hüpede, Jeinsen oder Koldingen erstrecken sich weite Ackerflächen, während im Süden bewaldete Hügel wie der Marienberg das Bild prägen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch die eigentliche Gründung der Ansiedlung fällt vermutlich ins 6. bis 8. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde Pattensen erstmals im 10. Jahrhundert in den Schenkungsregistern des Klosters Corvey, wo der Name Pathi auf sumpfiges Gelände hinweist. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort an der Kreuzung wichtiger Handelswege und erhielt durch die Grafen von Hallermund Stadtrechte. Die strategisch günstige Lage führte zu wiederholten Zerstörungen in Kriegen, etwa während der Hildesheimer Stiftsfehde, als die Stadt niedergebrannt wurde.
Heute ist Pattensen eine Kleinstadt mit ländlichem Charakter, geprägt von landwirtschaftlichen Flächen und historischen Bauwerken. Die Burg Pattensen und die Kirche St. Lucas erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit, während die Leineaue als Naherholungsgebiet dient. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre Rolle in der Reformation, als hier bedeutende Kirchensynoden stattfanden. Viele Bewohner pendeln in den Wirtschaftsraum Hannover, doch die Ortsteile bewahren ihre eigene Ortsidentität.