Erkheim liegt im schwäbischen Unterallgäu, etwa fünfzehn Kilometer östlich von Memmingen. Der Ort wird von der Östlichen Günz durchflossen, die mitten durch den Markt führt. Im Osten grenzt der Äußere Riedbach an, während im Westen Flurmarken wie Schindergarten und Rollenberg das Gebiet abstecken. Südlich des Ortes erhebt sich der Egelsberg auf rund 625 Meter Höhe, und im Süden liegt ein kleines Gewerbegebiet nahe der Bundesautobahn 96. Südwestlich des Marktes erstreckt sich das Ried, eine moorige Landschaft mit dem örtlichen Wasserwerk.
Die erste urkundliche Erwähnung Erkheims stammt aus dem Jahr 764, eine ausführlichere Nennung folgte 1176. Lange Zeit war die Herrschaft über den Ort zersplittert: Ein Großteil des Landes gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren, ein kleinerer Teil sowie der Gemeindeteil Dankelsried zur Stadt Memmingen. Erst durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Erkheim zu Bayern. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte es zunächst zum Landkreis Memmingen, bevor es 1972 dem neu gebildeten Landkreis Unterallgäu zugeordnet wurde. Im Zuge der Gebietsreform wurden die Gemeinden Arlesried und Daxberg eingegliedert, später kam Schlegelsberg hinzu.
Erkheim ist vor allem durch sein lebendiges Vereinsleben geprägt. Der TV Erkheim betreibt ein Sportzentrum mit Fußballplätzen, Tennisanlagen und einem Eisplatz, wo die Fußballmannschaft in der Landesliga antritt. Jährlich lockt ein großes Maifest mit Maispielen am 1. Mai zahlreiche Besucher an. Wirtschaftlich steht der Markt für mittelständische Strukturen, wobei die Firma Baufritz als größter Arbeitgeber gilt. Eine enge Verbindung besteht zu den Partnergemeinden Saint-Hilaire-Saint-Mesmin in Frankreich und Sins in der Schweiz, die durch Vereinspartnerschaften weiter gepflegt wird.