Erl liegt im Tiroler Unterinntal, nur etwa fünfzehn Kilometer nördlich von Kufstein, direkt an der bayerischen Grenze. Der Inn fließt hier als Grenzfluss und verlässt bei Erl das Bundesland Tirol. Mit 476 Metern über dem Meeresspiegel ist es eine der tiefstgelegenen Gemeinden der Region und fast ringsum von bayerischem Gebiet umgeben. Die Gemeinde besteht aus drei Hauptorten und mehreren Weilern, darunter Erl, Erlerberg und Mühlgraben.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier vermutlich ein Landgut namens Praedium Aurelianum bestand. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem späten achten Jahrhundert, als Erl im Güterverzeichnis des Erzbischofs Arn von Salzburg auftaucht. Seit dem frühen sechzehnten Jahrhundert gehört der Ort zu Tirol und war immer wieder Schauplatz von Grenzkonflikten mit Bayern, bei denen das Dorf mehrfach niederbrannte.
Heute ist Erl vor allem für seine Passionsspiele und die Tiroler Festspiele bekannt, die international Besucher anziehen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Blaue Quelle, der Trockenbachwasserfall und die Burgruine Katzenstein. Die Landschaft wird geprägt von Bergen wie dem Kranzhorn und dem Spitzstein, die Wanderern und Ausflüglern viel bieten.