Flintsbach am Inn liegt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, eingebettet in eine von Bergen geprägte Landschaft am Inn. Die Gemeinde erstreckt sich am Fuße mehrerer Gipfel wie dem Großen Madron und dem Riesenkopf, während der Inn selbst in der Nähe vorbeifließt. Durch das Gemeindegebiet führen wichtige Verkehrswege wie die Staatsstraße 2089 und die Bundesautobahn 93, die über eine Anschlussstelle erreichbar ist. Die Bahnstation verbindet Flintsbach im Stundentakt mit Rosenheim und Kufstein, während Buslinien und eine Ringlinie das Umland erschließen. Die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der Dümpfel mit über 1350 Metern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Flintsbach im Jahr 986 unter dem Namen Flinsbach, der auf kieselhaltiges Gestein hinweist. Im Mittelalter trug der Ort auch den Namen Wolfsgrup, bevor sich der heutige Name durchsetzte. Die Grafen von Falkenstein prägten die Geschichte des Ortes, da sie hier ihren Hauptsitz hatten und bis zu ihrem Aussterben um 1272 die Region beherrschten. Die Burg Falkenstein, deren Ruine noch heute sichtbar ist, diente lange als Gerichtssitz. Später wechselten die Besitzer, darunter die Herren von Hundt und die Grafen von Preysing, bis die Gemeinde 1818 ihre Selbstständigkeit erhielt.
Besonders bekannt ist Flintsbach für seine landschaftliche Schönheit und das historische Erbe. Die Burgruine Falkenstein ist ein markantes Wahrzeichen, das im Gemeindewappen verewigt ist. Als Luftkurort bietet der Ort Erholung inmitten der Alpenlandschaft, während die umliegenden Berge Wanderern und Motorradfahrern beliebte Ziele bieten. Die traditionelle Urpfarrei Flintsbach hatte einst ein großes Einzugsgebiet, das sich bis in benachbarte Gemeinden erstreckte. Heute verbindet der Ort historische Wurzeln mit moderner Infrastruktur und einer lebendigen Gemeinschaft.