Ertl liegt im Mostviertel Niederösterreichs, eingebettet in eine von Landwirtschaft geprägte Landschaft. Die Url durchfließt das Gebiet, während Wälder etwa ein Viertel der Fläche bedecken. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Großau und Peilstein sowie zahlreiche Einzelhöfe.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, als hier Werkzeuge und Steinbeile hinterlassen wurden. Im Mittelalter prägten die Herren von Url die Region, deren Name später auf den Fluss überging. Während des Bauernaufstands trafen sich Aufständische im Gasthaus Tiefenbach. Die heutige Gemeinde entstand erst 1922 aus Teilen benachbarter Orte und wurde 1930 zur eigenständigen Pfarre.
Die katholische Pfarrkirche zur Heiligen Familie ist ein zentrales Bauwerk. Wirtschaftlich war Ertl lange von Handwerk und Landwirtschaft geprägt, wie Bäcker, Schmiede und Mühlen zeigen. Heute sorgen Kindergärten und Schulen für die Infrastruktur. Politisch dominiert die ÖVP seit Jahrzehnten, doch die FPÖ gewann zuletzt an Einfluss. Ein markantes Wappen mit einem Löwen und einem Schachbrettmuster symbolisiert die Gemeinde.