Eschenz liegt im Kanton Thurgau am Südufer des Rheinsees, dort wo der Hochrhein aus dem Bodensee fließt. Die Gemeinde umfasst neben dem Hauptort auch mehrere Ortsteile wie Burg, Bornhausen und die Insel Werd, die mitten im See liegt. Eine Haltestelle der Seelinie verbindet den Ort mit Schaffhausen und Rorschach, während eine Postautolinie nach Frauenfeld führt. Die Grenze zu Deutschland verläuft mitten im Rhein.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, als auf der Insel Werd erste Siedlungen entstanden. Später errichteten die Römer hier ein Dorf und eine Brücke, bevor alemannische Siedler folgten. Im Mittelalter prägte das Kloster Einsiedeln die Entwicklung: Es erhielt Güter in Eschenz und baute die Insel Werd zu einem Wallfahrtsort aus. Die Reformation brachte konfessionelle Spannungen, die erst im 16. Jahrhundert mit der Rekatholisierung endeten. Schloss Freudenfels, einst eine Festung der Herren von Hohenklingen, wurde später zum Verwaltungszentrum der klösterlichen Herrschaft.
Heute verbindet Eschenz ländlichen Charme mit historischem Erbe. Die Insel Werd mit ihrer Otmarskapelle bleibt ein spiritueller Anziehungspunkt, während das umgebaute Schloss Freudenfels als Begegnungszentrum dient. Die Nähe zu Stein am Rhein und die Lage am See machen den Ort zu einem ruhigen, aber gut erschlossenen Wohn- und Ausflugsziel.