Falaise liegt im Süden des Départements Calvados, wo sich die Altstadt auf einem markanten Felsvorsprung über dem Fluss Ante erhebt. Die Stadt ist durch die Nationalstraße N158 mit Caen und Alençon verbunden, die später in die Autobahn A88 übergeht. Früher war Falaise ein Eisenbahnknotenpunkt mit Verbindungen nach Mézidon und Condé-sur-Noireau.
Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Hier wurde Wilhelm der Eroberer geboren, der erste Normannenkönig von England. Die Burg Falaise, im 10. Jahrhundert auf einem Felsen erbaut, diente bis 1066 als Residenz der normannischen Herzöge. Im Mittelalter fand in Guibray einer der bedeutendsten Märkte der westlichen Normandie statt. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt schwere Zerstörungen, besonders durch alliierte Bombenangriffe im Juni 1944 und die Kesselschlacht von Falaise im August desselben Jahres.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild Falaises. Dazu gehören die romanische Kirche Saint-Gervais-Saint-Protais, die im 11. Jahrhundert erbaute Kirche Saint-Laurent und die gotische Sainte-Trinité. Auch die Markthalle und die Kirche Notre-Dame de Guibray mit ihrer berühmten Orgel sind sehenswert. Persönlichkeiten wie der Ökonom Antoine de Montchrétien oder die Feministin Pauline Roland stammen aus Falaise. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Bad Neustadt an der Saale, Alma und Henley-on-Thames.