Faßberg liegt in der Lüneburger Heide, einer weiten Landschaft im Norden Niedersachsens. Der Ort ist von ausgedehnten Heideflächen umgeben, darunter die Schmarbecker Heide mit ihrem markanten Gipfelkreuz. Der höchste Punkt in der Nähe ist der Haußelberg mit über hundert Metern Höhe. Durch das Gebiet fließt die Örtze, die einige Ortsteile durchzieht, während in Müden und Oberohe kleine Heideseen liegen. Nachbarorte sind Wietzendorf im Westen, Munster im Norden sowie Hermannsburg und Unterlüß im Süden.
Die Gemeinde entstand erst in den 1930er-Jahren, als das nationalsozialistische Reichsluftfahrtministerium einen Fliegerhorst errichten ließ. Der Name geht auf einen nahen Hügel zurück. Um den Stützpunkt herum entstanden Wohnsiedlungen für Militärpersonal, darunter die farblich unterschiedenen „Rote“, „Graue“ und „Weiße Siedlung“. Nach dem Krieg wurde der Ort zunächst von den Alliierten besetzt, bevor er 1956 an die Bundeswehr überging. Später entwickelte sich Faßberg durch weitere Siedlungen und Infrastrukturprojekte zu einer eigenständigen Gemeinde.
Heute prägen der ehemalige Militärflugplatz und die historischen Wohnsiedlungen das Bild. In Faßberg steht die evangelische Kirche St. Michael, die einst als Simultankirche diente, sowie die katholische Kirche Heilig Geist. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Yerville. Die umliegenden Heide- und Moorgebiete sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen und bieten Erholungsmöglichkeiten.