Fertőrákos liegt am Ufer des Neusiedler Sees im Süden des Ruster Hügellands, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Die Gemeinde erstreckt sich vom tiefsten Punkt nahe der Grenze bis zum 213 Meter hohen Boglár-Berg. Der Rákos-Bach fließt durch den Ort und mündet in den See. Südlich grenzt Balf an, ein Stadtteil von Sopron, während jenseits der Grenze das österreichische Mörbisch am See liegt. Ein Teil der Bevölkerung gehört zur Volksgruppe der Ungarndeutschen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1199 unter dem Namen Racus. Im Mittelalter gehörte er zum deutschsprachigen Siedlungsgebiet Westungarns und wurde später als Kroisbach bekannt. Ein bedeutender Fund aus keltischer Zeit sind Münzen, die 1910 entdeckt wurden. In der Nähe liegt eine römische Mithrasgrotte mit einem Relieffund. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele deutschsprachige Bewohner vertrieben, doch ein kleiner Teil blieb erhalten.
Besonders bekannt ist der Ort für sein unterirdisches Höhlentheater, das in einem ehemaligen Steinbruch entstand. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der spätbarocke Bischofspalast, eine historische Wassermühle und mehrere sakrale Denkmäler wie eine Nepomuk-Statue. Ein Mineralienmuseum zeigt Kalzitkristalle. Regelmäßig finden im Höhlentheater Musik- und Theateraufführungen statt. Der Ort ist zudem Teil des UNESCO-Welterbes Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See.