Rust liegt am Westufer des Neusiedler Sees und am Ruster Hügelland, unweit der ungarischen Grenze. Die kleine Stadt ist von Weinbergen und dem flachen See umgeben, der ihr mildes Klima verleiht. Als kleinste Statutarstadt Österreichs zählt sie nur wenige Einwohner, ist aber durch ihre historische Bedeutung und landschaftliche Lage geprägt.
Erstmals erwähnt wurde Rust im frühen 14. Jahrhundert unter dem Namen Ceel, was auf eine Ulme oder Rüster hinweist. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelsplatz mit Marktrecht und einem besonderen Weinrecht. Die Stadt überstand Kriege und Glaubenskämpfe, bis sie 1681 zur Königlichen Freistadt erhoben wurde. Im 20. Jahrhundert gehörte Rust zeitweise zu Ungarn, bevor es Teil Österreichs wurde.
Rust ist vor allem als Stadt der Störche und des Weinbaus bekannt. Ihre denkmalgeschützte Altstadt mit Bürgerhäusern aus Renaissance und Barock zieht Besucher an. Die Fischerkirche mit ihren mittelalterlichen Fresken und die erhaltene Stadtmauer zeugen von der langen Geschichte. Kulturveranstaltungen wie das Internationale Gitarrenfestival und die Weinakademie prägen das moderne Bild der Stadt.