Friesach liegt im Norden Kärntens, eingebettet in eine bergige Landschaft mit Tälern und Hügeln. Die Stadt erstreckt sich über Teile des Metnitztals und des Friesacher Felds, während die Metnitzer Alpen und das Guttaringer Bergland das Umland prägen. Die Olsa mündet hier in die Metnitz, und der Hauptort liegt an der wichtigen Friesacher Straße. Mit einer Höhe von 630 Metern über dem Meeresspiegel gehört Friesach zu den höher gelegenen Siedlungen der Region.
Die Wurzeln Friesachs reichen bis in die Römerzeit zurück, als die Via Julia Augusta durch das heutige Stadtgebiet führte. Slawische Siedler gaben dem Ort im 6. Jahrhundert den Namen Breže, der später zu Friesach wurde. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 860, als Ludwig der Deutsche Güter an den Salzburger Erzbischof übertrug. Im frühen 11. Jahrhundert entstand hier ein Markt, der durch seine Lage an einer Handelsroute zwischen Wien und Venedig schnell an Bedeutung gewann. 1215 wurde Friesach zur Stadt erhoben und entwickelte sich unter den Salzburger Erzbischöfen zu einem wichtigen wirtschaftlichen und religiösen Zentrum.
Heute ist Friesach vor allem für seine gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke bekannt, darunter die Stadtbefestigung mit wasserführendem Graben und die Burg Petersberg mit ihrem markanten Bergfried. Die Altstadt steht unter besonderem Schutz nach der Haager Konvention. Jährlich finden die Friesacher Burghofspiele statt, die das kulturelle Leben bereichern. Die Stadt beherbergt zudem mehrere Museen, darunter ein Erlebnis-Burgbauprojekt und ein Stadtmuseum. Persönlichkeiten wie der Propst Franz Schiffer wurden hier zu Ehrenbürgern ernannt.