Gádor liegt im Süden Spaniens, eingebettet zwischen den Bergen der Sierra de Gádor und dem Fluss Río Andarax. Nur etwa 23 Kilometer nördlich der am Mittelmeer gelegenen Provinzhauptstadt Almería erhebt sich der Ort auf etwa 170 Meter Höhe. Das Klima ist mild bis warm, mit wenig Regen, der sich vor allem außerhalb der trockenen Sommermonate verteilt.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die Zeit der Berber aus dem Maghreb zurück, die sich im 8. Jahrhundert hier niederließen. Nach der Rückeroberung durch die Christen im ausgehenden 15. Jahrhundert verlor Gádor an Bedeutung, da viele Muslime in die abgelegenen Alpujarras flohen. Erst nach den Vertreibungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts besiedelten Neusiedler aus anderen Teilen der Iberischen Halbinsel den Ort neu und gaben ihm seine frühere Größe zurück.
Im alten Ortskern prägen weißgetünchte Häuser mit Flachdächern das Bild. Die Iglesia de Nuestra Señora del Rosario, eine neorenaissance-neoklassizistische Kirche aus dem 18. Jahrhundert, ist ein markantes Bauwerk. Nahe gelegen sind die bronzezeitliche Fundstätte Los Millares und die Ruinen einer mittelalterlichen Festung. Heute leben die Bewohner vor allem von Orangenplantagen und Weinbau, unterstützt durch die gute Anbindung an die Autovía A-92.